
Die Soldaten des Prinzen konnten die Festungsstadt letztendlich von den Spaniern zurückerobern. Ein stilles Zeugnis der historisch interessanten Ereignisse ist der „Kanonswal“, auf dem zwei alte Kanonen stehen. Auf und um diesen sowie die anderen Abschnitte des Stadtwalls wurden jahrelange Belagerungskämpfe ausgetragen. An den Achtzigjährigen Krieg erinnert auch die „Engelse Schans“ bei Lievelde. Abgeleitet ist der Name Groenlo übrigens von „groen bosch“, also „grüner Wald“.
Lichtenvoorde „Findlingsstadt“
An der „voorde“, also der Furt, an der man den Fluss durchqueren kann, erbaute Gieselbert van Bronckhorst, Herr von Borculo, 1277 die Burg „Lichtenvoorde“. 1776 gelangte Lichtenvoorde in den Besitz von Prinz Willem V., einem Nachkommen von Prinz Willem van Oranje. Das Band zwischen Lichtenvoorde und den Oranjes hat seit Jahrhunderten Bestand. So trägt Königin Beatrix bis zum heutigen Tage unter anderem den Titel „Herrin von Lichtenvoorde“.
Lichtenvoorde ist in der Region unter dem Namen „Findlingsstadt“ bekannt.

Diesen Namen verdankt Lichtenvoorde dem gut 20.000 kg schweren Findling, den die Schuhmacher einst vom Vragenderveld auf den Lichtenvoorder Marktplatz gewuchtet haben. Dieser Findling ist ein Monument, das Ausdauer und Durchsetzungsvermögen der Lichtenvoorder Bürger symbolisiert, die seitdem auch „Findlingsschlepper“ genannt werden.