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Gemeente Oost Gelre - Bewegte Geschichte

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    Bewegte GeschichteLeesVoor

    Oost Gelre ist eine Gemeinde mit einer bewegten Geschichte. Das Gebiet des heutigen Oost Gelre ist seit vielen Jahrhunderten besiedelt. Den Beweis dafür liefern der Fund einer steinernen Axt aus dem 7. Jahrhundert in der Nähe von Vragender sowie ein kleines Gräberfeld in Lievelde. Auch die großen Ortsteile der Gemeinde sind historisch interessant.

    Groenlo „Festungsstadt“
    Groenlo – in der Vergangenheit auch Groonloo, Gronlo und Grol genannt – wurde im Jahre 610 gegründet und erhielt 1277 Stadtrecht. Die Stadt ist vor allem für ihre ruhmreiche Geschichte bekannt. Sie spielte in dem 80 Jahre währenden Krieg zwischen den Niederlanden und dem Königreich Spanien eine herausragende Rolle. Im Jahre 1627 war Grol das Zentrum der Kampfhandlungen; damals haben dort die Truppen von Prinz Frederik Hendrik die Schlacht um Grol mit den Spaniern ausgefochten.

    Aufführung 'Schlacht um Grol'

     

    Die Soldaten des Prinzen konnten die Festungsstadt letztendlich von den Spaniern zurückerobern. Ein stilles Zeugnis der historisch interessanten Ereignisse ist der „Kanonswal“, auf dem zwei alte Kanonen stehen. Auf und um diesen sowie die anderen Abschnitte des Stadtwalls wurden jahrelange Belagerungskämpfe ausgetragen. An den Achtzigjährigen Krieg erinnert auch die „Engelse Schans“ bei Lievelde. Abgeleitet ist der Name Groenlo übrigens von „groen bosch“, also „grüner Wald“.

    Lichtenvoorde „Findlingsstadt“
    An der „voorde“, also der Furt, an der man den Fluss durchqueren kann, erbaute Gieselbert van Bronckhorst, Herr von Borculo, 1277 die Burg „Lichtenvoorde“. 1776 gelangte Lichtenvoorde in den Besitz von Prinz Willem V., einem Nachkommen von Prinz Willem van Oranje. Das Band zwischen Lichtenvoorde und den Oranjes hat seit Jahrhunderten Bestand. So trägt Königin Beatrix bis zum heutigen Tage unter anderem den Titel „Herrin von Lichtenvoorde“.
    Lichtenvoorde ist in der Region unter dem Namen „Findlingsstadt“ bekannt.
     

    Der Löwe auf dem Findling
     

    Diesen Namen verdankt Lichtenvoorde dem gut 20.000 kg schweren Findling, den die Schuhmacher einst vom Vragenderveld auf den Lichtenvoorder Marktplatz gewuchtet haben. Dieser Findling ist ein Monument, das Ausdauer und Durchsetzungsvermögen der Lichtenvoorder Bürger symbolisiert, die seitdem auch „Findlingsschlepper“ genannt werden.